Sanierung des Bundesministeriums für
Gesundheit – Mauerstraße 29

Beschreibung

150 Jahre Baugeschichte im Herzen Berlins
Das Gebäude in der Mauerstraße 29 ist kein gewöhnliches Verwaltungsgebäude. Es ist ein gebautes Geschichtsbuch – ein Zeuge deutscher Geschichte vom Kaiserreich bis ins wiedervereinigte
Deutschland. Zwischen 1872 und 1874 errichtete der Architekt Wilhelm Martens das Stammhaus der Deutschen Bank im Stil der Gründerzeit. In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Komplex auf rund 64.000 bis 68.000 Quadratmeter Grundfläche. Die Weimarer Republik brachte Erweiterungen unter Hans Jessen, die DDR-Ära eine „Purifizierung“ durch den Bauhaus-Schüler Franz Ehrlich, der gründerzeitliche Ornamente entfernte und eine sachlichere Formensprache einführte. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude als Sitz des DDRInnenministeriums, später als Polizeipräsidium, nach der Wende als StasiUnterlagen-Behörde.

Die große Sanierung (2017–2022)
Zwischen 2017 und 2022 sanierte eine ARGE aus Hochtief und Zech Bau unter Planung von KSP Engel (Jürgen Engel) den gesamten Komplex für rund 400 Millionen Euro als Public-Private-Partnership der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Sanierung umfasste die Erhaltung der
denkmalgeschützten Bausubstanz, den Neubau einer L-förmigen Verglasung zur Wiederherstellung der historischen Innenhöfe, die Umgestaltung der ehemaligen Kassenhalle zur Cafeteria sowie die Integration moderner Arbeitswelten.

Heutige Nutzung
Seit Ende 2022 dient das Gebäude als Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums für Gesundheit mit rund 380 Arbeitsplätzen. Das benachbarte Haus 2 beherbergt weitere Bundesministerien. Die Fenster erzählen diese vielschichtige Geschichte: Gründerzeitliche Proportionen treffen auf DDR-Überformungen und modernste Sicherheitsanforderungen. Genau hier begann die Herausforderung für TIMM Fensterbau.

Firma
Hans Timm Fensterbau GmbH Co. KG
Motzener Straße 10
12277 Berlin

Ansprechpartner
Sebastian Peise
sebastian.peise@timm-fensterbau.de